Hausautomatisierung: Rolladensteuerung

Hausautomatisierung: Rolladensteuerung

DIY Rolladensteuerung für die Hausautomatisierung mittels KNX

Motivation

Dieser Artikel befindet sich momentan noch in Arbeit.

Als ich vor Jahren aus Not die ersten elektrischen Rolläden installiert hatte und die Kabel auf dem Spitzboden lagen, begann das Rätselraten, wie ich die Rolläden nun aus dem darunter liegenden Wohnraum gesteuert bekomme. Die Lösung war zunächst eine Funkbedienung basierend auf einem AVR und einem 433MHz Funkmodul (damals neu bei Pollin).
Doch leider lief diese Lösung nicht so wirklich stabil - wenn ich raten sollte würde ich sagen EMV-Problem - so dass diese nach einiger Zeit außer Betrieb genommen wurde und später durch die Nachfolgelösung ersetzt wurde.
Nun ist genau das der Punkt: Nachfolgelösung.

Vorüberlegungen

Bevor es jedoch an das Planen, Designen und Bauen geht muss ich mir zunächst einmal Gedanken machen, wie genau die Nachfolgelösung auszusehen hat und mir u.A. folgende Fragen stellen:

  • Was kann man selber bauen?
  • Was läuft Stabil?
  • Was ist Zukunftssicher?
  • Wo habe ich die wenigste Arbeit?

Es kristallisierten sich für mich schließlich 3 mögliche Lösungsansätze heraus:

  1. RS485 mit ggf. Protokollen wie Modbus & Co
  2. CAN-Bus
  3. KNX (ehemals EIB)


Doch welches ist jetzt die beste Lösung?
RS485 fiel für mich schon alleine dadurch raus, dass ich bei einem solchen System quasi alles selbst entwickeln müsste und dabei selbst die Kollisionserkennung selbst behandeln. Alternativen wie Modbus, wo es zwar SPSen auf dem Markt gibt würden für mich ebenso eine Menge Arbeit kosten und haben einen recht hohen Anschaffungspreis.
Das nächste wäre somit CAN - hierfür gibt es zumindest Transceiver die die ganze Kollisionserkennung übernehmen, so dass man sich nur noch auf die eigentliche Software konzentrieren müßte. Auch hier git es SPSen oder fertige IO-Module die preislich zwar nicht unbedingt unattraktiv sind, jedoch von der Inbetriebnahme und Konfiguration nicht unbedingt trivial sind und dadurch recht viel Zeit in Anspruch nehmen.
Ich habe mich jedoch für den dritten Lösungsansatz KNX entschieden. Ob es wirklich die „beste“ Lösung ist weiß ich nicht, jedoch sprechen folgenden Gründe dafür:

  • Standard in der Hausinstallation
  • Komponenten können von vielen Herstellern in verschiedensten Ausführungen käuflich erworben werden (kein Bateln)
  • Selbstbau ist Dank des Selfbus Projektes auf Basis von 8051 Microcontrollern oder ARM Cortes M4 ohne Spezialbauteile möglich
  • Läuft dezentral, d.h. kein Master oder Server notwendig, die Geräte unterhalten sich gegenseitig
  • Twisted Pair - ein Adernpaar für Daten + Versorgungsspannung
  • Von diversen Visualisierungen + Server unterstützt wie z.B. SmartHome NG + SmartVISU, OpenHAB, ...

Der Aufbau

Nachdem ich mich nun für „meine“ Lösung entschieden hatte begann die Arbeit das „neue“ System aufzubauen.
Weitere Dokumentation folgt.